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Sonntag, 2. November 2014

"Wenn Du das Gefühl hast, dass Du einen bestimmten Engel gemalt hast, dann kannst Du ihm einen Namen geben...."

Uma erzählt:

Meine beiden letzten Aufenthalte in Prag habe ich sorgfältig geplant. Ich wollte nämlich die Zeit nutzen um bei einer Ikonenmalerin, die bereits jahrelange Erfahrungen in der klassisch- byzantinischen Maltechnik hat, Unterricht zu nehmen.
Man lernt nie aus und gerade diese Technik, deren Geheimnisse ich mir so gern erschliessen wollte, erlernt man nur an besonderen Orten, z.B. in griechischen Klöstern, doch dazu bot sich mir noch nie die Gelegenheit.


Es war eine sehr schöne Erfahrung in Stille und Konzentration diese Technik anzuwenden und Schritt für Schritt auf einem sorgfältig vorbereiteten Holz einen Engel erscheinen zu lassen, der mich nun aus seinen ruhigen Augen anschaut und dessen Haupt in einem goldenen Kranz seines Nimbus (Heiligenschein) erstrahlt.


Diese Fläche fachgemäß zu vergolden und den Aufbau des Inkarnats (Hautpartien) in der Maltechnik der Eitempera nach überlieferten Angaben praktisch durchzugehen, war schon immer mein Wunsch, den ich mir damit erfüllt habe.


Es ist immer wieder spannend eine Fortbildung wahrzunehmen und die eigenen Fertigkeiten damit zu bereichern. Und es ist ein Geschenk wenn man das alte, überlieferte und wohl gehütete Wissen in der heutigen Zeit empfangen kann.

Ich danke Frau Eleonora Vlkova für ihre Bereitschaft ihr Wissen mit mir zu teilen. 
 Als ich fragte, ob der Engel einen Namen hat, bekam ich die Antwort:

Dieser Engel ist einfach ein Engel, also hat er keinen Namen. Aber wenn Du das Gefühl hast, :dass Du einen bestimmten Engel gemalt hast, dann kannst Du ihm einen Namen geben....

Dienstag, 5. August 2014

Eine Lektion über das Malen







Ein Bericht von Sita



Ich möchte gern eine kleine Begebenheit in der Kapelle mitteilen, 

die sich vor einigen Jahren ereignete.

Als ich gerade in der Kapelle meditierte, betrat Swamiji mit einer 

italienischen Gruppe den Raum.

Er zeigte ihnen zunächst die verborgenen Ikonen im Altarbereich 

hinter der Trennwand. Da die Tür geöffnet war, sah ich wie Swamiji

auf eine von mir gemalte Ikone deutete (s.o.) und sehr bestimmt 

sagte: „Seht her, diese Ikone habe ich gemalt!“ und anschließend 

zeigte er aufgeregt auf alle anderen von mir gemalten Ikonen im 

Kapellenraum und wiederholte: „Seht, diese und jene habe ich 

auch alle gemalt!“

Zunächst war ich etwas irritiert über dieses Schauspiel, aber schnell 

meldete sich der nächste Gedanke: „Ja – in der Tat – es ist wahr! 

Es ist ER, der durch mich malt! Ich bin SEIN Instrument!

Unverzüglich kam er zu mir und streichelte liebevoll über meine 

Wange.

Er zeigte mir, dass ich die Lektion verstanden hatte.

Die Stimmung der Situation entsprach meinem Gefühl der tiefen 

konzentrierten Versenkung, das ich immer beim Malen habe – 

zuhause sein.



Montag, 21. Juli 2014

Bhakti Marga Art / Restaurierungsbereich






Zu unseren kreativen Tätigkeiten innerhalb von BM Art gehört auch die Restaurierung von historischen heiligen Figuren und sakralen Gegenständen.





Anbei sehen Sie einen Fotobericht über Vor-, Zwischen- und Endzustand der Restaurierung einer Jesus Statue, die wieder ihren ursprünglichen Platz in unserer Kirche findet.



Freitag, 30. Mai 2014

Eine Wolke Rosenduft



Uma schreibt: 
Einmal vor der Einweihung der Kapelle in Steffenhof hatte ich dort gemalt, als Guruji reinkam.
Ich war in gewisser Zeitnot, weil ich bald darauf zurück nach Hause fahren mußte. Deshalb habe ich Swamiji gefragt, ob ich in meiner Arbeit fortfahren kann, obwohl in einigen Minuten das Abendgebet im Tempel beginnen sollte. „Es liegt bei Dir, ob Du in den Tempel gehst, das wäre Dir lieber, nicht wahr?“
„Nein, Swamiji“, antwortete ich, „ich würde lieber weiter malen, weil das auch eine Meditation ist und es ist für Dich ….“
„ It´s O.K.“ sagte Er nur kurz und hat den Raum beschwingt verlassen.


Bald darauf habe ich ihn die Treppe herunter laufen gehört und durch die Tür auf den Hof zu gehen.
Es war mir bewußt, daß er nun über den Hof zum Tempel geht.
Ich begann mich mit aller Kraft auf die Arbeit zu konzentrieren, um zu verhindern, daß mich jegliche Traurigkeit oder Bedauern wegen meiner eigenen Wahl überwältigen könnte.... plötzlich, als Swamiji schon längst im Tempel angekommen war, hatte sich in der ganzen Kapelle ein betörender Rosenduft ausgebreitet.
Ich ging hin und her durch den leeren Raum. Es war keine Täuschung, der Duft, welcher den ganzen Platz erfüllt hat, hatte mir beinahe der Atem genommen. Erstaunt und gerührt fing ich an zu weinen.
Seine unendliche Liebe duftet manchmal nach Rosen...




Sonntag, 11. Mai 2014

Eine kurze Geschichte über Guruji


Mataji Gitanjali hat uns folgende kurze Geschichte geschickt. Es geht dabei um eine Ikone.
Mataji Gitanjali ist in Portugal eine bekannte spirituelle Malerin. Sie wirkt seit einigen Jahren auch an Projekten für das Zentrum SPN mit.


Sie hat in Portugal ihr eigenes Atelier und unterrichtet dort Malerei. Sie leitet eine Gruppe von Devotees, die für Bhakti Marga Art Ikonen malen.


„Eines Tages war ich gerade in der Kapelle, als Guruji kam und mich zu sich rief.
Er bat mich, den Apostel St. Andreas zu malen. Ich hatte ein Bild von ihm aus Portugal mitgebracht.
Guruji schaute mich an und sagte: „Hast du den Apostel St. Andreas gemalt?“
Ich antwortete „Ja.“ Er fragte mich aber immer wieder und ich antwortete „Ja“.
Dann bat er mich das Bild zu holen. Ich holte die Ikone und gab sie Guruji. Er schaute das Bild an uns sagte: „So ein Zufall.“


Leider haben wir kein Foto von dieser Ikone, da sie bereits in der Kapelle hängt, aber hier sind weitere christliche Bilder von Gitanjali.